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1. Einleitung / Zielstellung Das USEDOMER ACHTERLAND im Sinne des Vereins umfasst alle Gebiete der Insel Usedom
(ausschließlich der Bäderlinie), sowie das angrenzende Festland (Lassaner Winkel, Amtsbereiche Krien und Zieten, Anklam, Ducherow & Umgebung), soweit hier der Bedarf besteht, mit dem Verein zusammenzuarbeiten.
Das ACHTERLAND ist vorwiegend geprägt von
schwach strukturierterem ländlichen Raum. Im Raumordnungsprogramm ist der Bereich jedoch als Tourismusentwicklungsraum ausgewiesen. Hierin liegt die Chance des USEDOMER ACHTERLAND:
Das Potenzial der Touristen wird die vorhandene eigene Kaufkraftschwäche überwinden. Die bewusste Nutzung dieser Gegebenheit wird der Motor für dessen wirtschaftliche Entwicklung sein.
Besonders zu erwähnen ist hier noch, dass das Gebiet des ACHTERLANDES
eine Grenzregion in der Euroregion Pomerania ist. In ihrer Verknüpfung stellen diese drei Faktoren ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal für das USEDOMER ACHTERLAND dar. Um diese mit den sich zwangsläufig entwickelnden Synergieeffekten zu verbinden und nachhaltig zu verstetigen, bedarf es in dieser strukturschwachen Region besonderer Anstrengungen. Dafür steht unser Verein.
Bei allen Bemühungen der Entwicklung von Nachhaltigkeit ökonomischer und sozialer Belange, würde die Vernachlässigung der ökologischen Belange in bezug auf
Nachhaltigkeit eine ausgewogene Gesamtentwicklung unmöglich machen. Deshalb ist die Beförderung der Belange von Natur- und Umweltschutz ein Grundanliegen ja, die einzigartige Natur und Landschaft unserer Insel stellt für uns den Wirtschaftsfaktor mit der höchsten Priorität dar.
Auf diesen Grundsätzen aufbauend entwickeln wir unsere Projekte und Aktionen. Wir haben uns dabei zum Ziel gesetzt während des gesamten Prozesses bei der Entwicklung der
Einzelprojekte insbesondere die Jugend einzubeziehen, um diese an der Gestaltung Ihrer Zukunft selbst zu beteiligen. Hiervon erhoffen wir uns, dass die Identifizierung mit ihrer Heimatregion besonders gestärkt wird.
Und vielleicht gelingt es uns auch, diesen oder jenen zu ermutigen, sich hier eine eigene Existenz aufzubauen.
Unser wichtigster Grundsatz jedoch ist: Wir werden nur solche Projekte und Aktionen beginnen, von denen wir überzeugt sind, dass sie nachhaltig wirken, indem sie zu Existenzgründungen bzw.
-stabilisierung führen oder andere wirtschaftsstärkende Elemente sichern.
2. Ist-Zustands-Beschreibung Grundsätzlich ist festzustellen, dass das Identifikationsbewusstsein der einheimischen Bevölkerung und damit der
offensive Umgang mit den unbestrittenen Vorzügen der Region sehr schwach ausgebildet ist.
Es ist außerdem davon auszugehen, dass aufgrund der besonderen Situation ungenutzter bzw. stillgelegter Agrarflächen in der von den Erfordernissen der heutigen Erkenntnisse hinsichtlich
einer verbraucherschutzorientierten Entwicklung der Landwirtschaft keine Rede sein kann, ein gutes Entwicklungspotenzial vorhanden ist.
2.1. Tourismus Derzeit gibt es für die touristischen Leistungsanbieter des Achterlandes keine gemeinsame Organisationsstruktur. Daraus ergeben sich einige
gravierende Probleme:
Ø die Interessenvertretung des Usedomer Achterlandes ist unterrepräsentiert
Ø der Informationsaustausch untereinander und der zum Tourismusverband ist sehr mangelhaft
Ø eine Koordinierung touristischer Aktivitäten im Achterland gibt es kaum
Ø die Buchbarkeit touristischer Angebote untereinander ist nur in Ansätzen gegeben
Ø spezielle Gästebefragungen werden kaum durchgeführt, daher ist kein nachfrageorientiertes Handeln möglich
Ø das Tourismus-/ Gastgeberbewusstsein in der Bevölkerung ist relativ schwach ausgeprägt
Ø der Umgang mit touristischen Belangen insgesamt ist unprofessionell
Die Konzipierung, Planung/Organisation und Durchführung von langfristig immer wiederkehrenden Veranstaltungen, die den besonderen Charakter des ländlichen Raumes unterstreichen, kann von
den derzeitig existierenden touristischen Dienstleistern nicht übernommen werden.
2.2 . Regionale Produkte und Dienstleistungen Landwirtschaftliche Produkte, die regional vermarktbar wären, sind, auch in den
unterschiedlichen Verarbeitungsstufen, nicht in ausreichender Menge und Vielfalt bzw. gar nicht vorhanden. Die
Nachfrage nach regionalen Produkten kann bei weitem nicht abgedeckt werden.
Es gibt weder ausreichende und gefestigte Erzeuger- und Verarbeitungskapazitäten, noch regionale Vertriebsstrukturen, die z.B. den sensiblen Bereich der Direktvermarktung regionaler
Produkte abdecken könnten.
Größere landwirtschaftliche Betriebe, die häufig als Nachfolger von LPG/VEG entstanden sind, vertreiben ihre Produkte nicht regional sichtbar, bzw. ist ihr Sortiment für eine regionale oder
Direktvermarktung nicht geeignet.
Kleine Landwirtschaftsbetriebe im Haupt- oder Nebenerwerb sind in zu geringer Zahl vorhanden und können meist neben ihrer Produktion für die Vor-Ort-Betreuung z.B. auf den regionalen
Wochenmärkten kein Personal aufbringen. Auch ist der Umsatz – bedingt durch zu geringes Angebot – meist nicht auskömmlich genug.
2.3. Verknüpfung Aufgrund der zu geringen Bevölkerungsdichte können sich Erzeuger- und Verarbeitungsstrukturen, die die regionalen Wirtschaftskreisläufe
stabilisieren, geschweige denn vielleicht noch regionale und intelligente logistische Strukturen, die beides auch noch mit dem Tourismus verbinden, oder wohlmöglich noch Bezug auf die Grenzregion nehmen, nicht
bilden.
Von einer Verknüpfung dieser Handlungsfelder mit Bezug auf regionale Besonderheiten in der Tourismusvermarktung, die entsprechendes Synergiepotenzial in sich bergen würde, kann zum
gegenwärtigen Zeitpunkt keine Rede sein. Aus diesem Sachverhalt leitet sich unsere Entwicklungsstrategie ab.
3. Lösungsansätze Vor diesem Hintergrund widmet sich der Förderverein unter den speziellen Bedingungen der gesamten Strukturschwäche im USEDOMER ACHTERLAND den folgenden beiden Schwerpunkten:
Ø Stärkung eines Tourismus’ mit eigenem Profil als Alternative und Ergänzung zum Tourismus der Ostseebäder
Ø Entwicklung bzw. Stärkung der Vermarktung regionaler Produkte und Dienstleistungen
Ø Entwicklung einer eigenen regionalen Identität durch konsequente Verknüpfung dieses
Tourismus’ mit der Vermarktung Regionaler Produkte und Dienstleistungen
3.1. Tourismus Eine Profilierung der Region USEDOMER ACHTERLAND ist nach unserer Auffassung und Erfahrung in der Verbindung mit der Destination Insel Usedom als Ganzes sinnvoll und effektiv möglich. Darin eingebettet kann das ACHTERLAND sein besonderes Profil vorantreiben.
Ein eigenes touristisches Dienstleistungszentrum – ähnlich den Kurverwaltungen der Ostseebäder – kann sowohl der Kooperationspartner für den Tourismusverband der Insel als auch als
direkter Ansprechpartner des Touristen im Achterland die Ansprüche der Touristen an eine Urlaubsregion erfüllen. Dafür haben wir trotz großer Bemühungen leider noch keinen kommunalen Partner gefunden.
Deshalb werden wir zunächst mit einzelnen Aktionen und Projekten auch hier eine Basis für zwingendes kommunales Handeln befördern.
Unsere Aktion „Grüne Welle – staufrei auf die Insel“ soll der Stärkung des
USEDOMER ACHTERLANDES dienen. Die Errichtung von Fähr- und Rundfahrtverbindung wird die Schaffung von Arbeitsplätzen in Folge von Existenzgründungen bzw. Geschäftserweiterungen ergeben. Die Schwimmveranstaltung wird als regelmäßiges Highlight im USEDOMER ACHTERLAND direkt wirtschaftsstabilisierend wirken.
Aber auch die Ostseebäder profitieren unmittelbar. So wird die Entflechtung der Verkehre von Kurz- und Langzeitaufenthalten unmittelbar zu einer deutlichen Verkehrsentlastung führen und
somit einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung eines leistungsstarken Verkehrsverbundes unserer Urlaubsregion leisten.
Unsere Aktion zur Ausweisung eines touristischen Radwegenetzes für den Naturpark „Insel Usedom und Festlandsgürtel“ reiht sich ebenfalls als Baustein in unsere Strategie ein.
3.2. Regionale Produkte und Dienstleistungen Die Organisation und Durchführung von Regionalmärkten ist ein konkreter Beitrag zur Verbindung der drei herausgearbeiteten Schwerpunkte.
Er ist sowohl touristisches Highlight als auch eigenständiges Instrument zur Versorgung. Darüber hinaus stellen sie sowohl die notwendige Absatzsicherheit für Erzeuger zu verstärkter Produktion, als auch die
dauerhaften Liefersicherheit für Verbraucher sicher.
Für die Umsetzung dieses Projektes wurde uns von unserem Arbeitsamt eine Strukturanpassungsmaßnahme zur „Organisation von Regionalen Wochenmärkten“ genehmigt. Wir haben diese betriebswirtschaftlich und konzeptionell so begleitet, dass die Grundlagen für eine Existenzgründung prinzipiell gegeben waren. Diese Konzeption können Sie über
unsere Kontaktadresse gegen eine Gebühr von 15 € als CD-Rom erhalten.
3.3. Verknüpfung Die gegenseitige Vernetzung von Tourismusangeboten im
USEDOMER ACHTERLAND, der kulturelle und wirtschaftliche Austausch im grenznahen Raum und die Profilierung einzelner Orte durch ein gezieltes Marketing ist für unseren Verein Programm.
Bei all unseren Aktivitäten werden wir die anderen Leistungserbringer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Tourismus nicht aus den Augen verlieren. Wir werden nicht versuchen, das
Fahrrad neu zu erfinden. Wenn andere Leistungsträger sowohl im als auch außerhalb vom
USEDOMER ACHTERLAND bereits entsprechende Dienstleistungen anbieten, dann werden wir diese nicht entwickeln, gleichwohl aber in unsere Strategie einbeziehen und deren Vernetzung bewirken.
4. Finanzierung Die Finanzierung unseres Vorhabens soll sich stufenweise entwickeln. Für unterschiedlich lange Zeiten – aber doch nur übergangsweise –
werden wir auf Förderinstrumente von EU, Bund, Land, Kreis und Kommune angewiesen sein.
Unser Ziel ist es aber, dass wir aus unseren
Leistungen auch Erlöse erzielen, die für die Führung eines marktwirtschaftlichen Unternehmens Voraussetzung sind. Zusätzliche Einnahmequellen, die in die Gesamtkalkulation Eingang finden, sind bzw. werden sein:
Ø Vereinsbeiträge
Ø Beiträge der Gebietskörperschaften (Fremdenverkehrsabgabe, Zweitwohnsitzsteuer)
Ø Einkünfte aus Kooperationsbeziehungen
Ø Sponsoring
Ø Im Einzelfall auch Einkünfte aus eigener Tätigkeit
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